„Ni hao Beijing" – „Guten Tag Peking"
„Stunde der Wahrheit" auf dem „langen Marsch" nach Peking
Es galt die Karten auf den Tisch zu legen. Die 120. Deutschen Meisterschaften vom 18. bis 23. April in Berlin bildeten die „Stunde der Wahrheit" für die Deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer auf dem Weg zu den Olympischen Spielen im Sommer in Peking. Denn nur bei den Titelkämpfen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark an der Landsberger Alle vergab der DSV für seine Abteilung Schwimmen die Tickets in die chinesische Hauptstadt. Für die Schwimmerinnen und Schwimmer galt es dabei gleich zwei Hürden zu nehmen: Zum einem mussten sie bei der DM in Berlin Platz 1 oder 2 belegen und zusätzlich die vom DSV geforderte Olympianorm unterbieten.
Dabei war nicht nur der Sportdirektor des Deutschen Schwimmverbandes Herr Orjan Madsen gespannt, wer sich die Fahrtkarte zu den Spielen im „Reich der Mitte" sicherte. Vor Ort in Berlin auch das geschäftsführende Präsidium des Hessischen Schwimmverbandes, mit Präsident Dr. Werner Freitag und den Vizepräsidenten Stefan Sonnenschein und Michael Wolski sowie vielen weiteren hessischen Sportfunktionären. In der Schwimmhalle gesichtet wurden auch viele ehemalige Spitzenathleten wie Sandra Völker oder Franziska van Almsick, die genau wie der IOC-Vizepräsident und DOSB Präsident Dr. Thomas Bach die Sportlerinnen und Sportler bei ihren Wettkämpfen anfeuerte.
In Berlin am Start selbstverständlich eine große Anzahl von hessischen Schwimmerinnen und Schwimmern: Annika Mehlhorn, Meike Freitag, Vipa Bernhardt, Helge Meeuw, Marco Di Carli sowie viele weitere Aktive aus Fulda, Darmstadt, Wiesbaden oder Frankfurt. Alle HSV Athleten waren von den Landestrainern Dr. Jörg Bügner, Michael Ulmer und Thomas Rother gut auf die Meisterschaften vorbereitet worden und kämpften um Titel, Medaillen und um die Olympia-Teilnahme. Dabei hatten es die hessischen Spitzenathleten mit einer ganzen Reihe von namhaften Schwimmerinnen und Schwimmern aus dem DSV zu tun, wie z.B. Britta Steffen, Janine Pietsch, Antje Buschschulte, Annika Lurz, Thomas Rupprath und Paul Biedermann, um nur einige zu nennen.
25 Schwimmer, 15 Frauen und zehn Männer, wird der Deutsche Schwimm-Verband dem DOSB zur Nominierung für die Olympischen Spiele in Peking vorschlagen. Das gab DSV-Sportdirektor Dr. Örjan Madsen unmittelbar im Anschluss an die 120. Deutschen Meisterschaften in Berlin bekannt, darunter zwei hessische Athleten: Meike Freitag und Helge Meeuw. Insgesamt stellten die deutschen Schwimmer drei Europarekorde durch Britta Steffen (100 m Freistil), Sarah Poewe (100 m Brust) und Helge Meeuw (100 m Rücken) und neun deutsche Rekorde auf. Nähere Informationen über geschwommene Zeiten, Platzierungen oder zur Olympia-Qualifikation findet man auf den Internet-Seiten des Deutschen oder Hessischen Schwimm-Verbandes.
Weitere Bilder von den 120. Deutschen Meisterschaft in Berlin, welche von Saskia Werda aufgenommen wurden, findet man auf der Homepage der Gudensberger SG. Für Saskia war es ein besonderes Erlebnis solche Spitzensportler persönlich zu treffen, welche man sonst nur aus Zeitungen oder dem Fernsehen kennt.
![]() Die 120. Deutschen Meisterschaften in Berlin vom 18. – 23. April 2008 waren gleichzeitig die einzige Qualifikationsmöglichkeit für die Deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer für die Olympischen Spiele in Peking |
![]() Spannende Titelkämpfe erlebten die zahlreichen Zuschauer in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark an der Landsberger in Berlin |
![]() Helge Meeuw vor dem Finale über 100 m Rücken. Nach 53,10 Sekunden schlug der Medizinstudent von der SG Frankfurt/Main mit Europarekord an |
![]() Schauten sich gemeinsam in Berlin die Wettkämpfe an: Saskia Werda und Franziska van Almsick |
![]() Thomas Rupprath und Saskia nach erfolgreicher Olympia-Qualifikation |
![]() Saskia gratulierte Helge Meeuw zum Europarekord über 100 m Rücken |
![]() Sie hat die Teilnahme für Olympia 2008 doch noch geschafft: Antje Buschschulte. Mit ihr freut sich Saskia Werda |
![]() Treffpunkt Berlin: Stefan Sonnenschein (HSV Vizepräsident), Walter Alt (Vorsitzender DSV Fachsparte Springen), Dr. Werner Freitag (HSV Präsident u. Olympiateilnehmer 1964/1968), Hartmut Oeleker (Landesschwimmwart HSV u. ehemaliger Trainer von Michael Groß), Folkert Meeuw (Olympiateilnehmer 1972 und Vater von Helge Meeuw), Dr. Rolf Müller (Präsident Landessportbund Hessen und Sprecher aller Landessportbünde im DOSB) |