Glück hatten die Masters mit ihren 35. Deutschen Meisterschaften. Denn sie trugen ihre diesjährigen Titelkämpfe über die kurzen Strecken" zusammen mit den international ausgeschriebenen Meisterschaften der Wasserspringer und im Synchronschwimmen in der Halle aus. Unterdessen wurde man vor den Toren des Fächerbades" in Karlsruhe mitunter von innen und außen nass. 310 Vereine machten sich mit ihren Masters auf in die Badische Residenzstadt, gaben 3.241 Einzel- und 476 Staffelmeldungen ab.
Schon 1999 trafen die Masters sich in Karlsruhe. Auch jetzt fühlten sich die Masters im Südwesten der Republik wohl. Der SSC/KSN 99 Karlsruhe als örtlicher Organisator sorgte für eine angenehme Atmosphäre. Das umfangreiche (und eigentlich nie zu Ende gehende) Kuchenbuffet in der eigens eingerichteten Masters - Cafeteria" war nicht zu übertreffen. Auch die Verpflegung in der Zeltstadt vor dem Bad konnte sich sehen lassen.
Auch bei den Rekorden hielten sich die DSV Masters nicht zurück. Ein Weltrekord, vier Europarekorde und 28 DSV Altersklassenrekorde konnten in den drei Wettkampftagen erschwommen werden. Ältester Meister bei den Männern wurde in der AK 95 ( ! ) Hans Hahn aus Bad Allendorf. Bei den Frauen war es in der AK 80 gleich ein Trio, das die ältesten Teilnehmerinnen bildete und sich acht Titel teilte.
Die Gleichberechtigung hat die deutschen Masters nun auch im Synchronschwimmen erreicht. Erstmals gingen bei den Deutschen Masters Meisterschaften Männer an den Start. Und dies gleich im Solo und Duett. Unter anderem schwammen zwei Männer aus Frankfurt zu der beziehungsreichen Musik von Herbert Grönemeyers Männer" und Neue Männer braucht das Land" ihre Kür. Ihr Auftritt war der Höhepunkt der Titelkämpfe.
Viele ehemalige Leistungsschwimmer, die in früheren Jahren bereits bei Welt- und Europameisterschaften erfolgreich waren, gingen auch in Karlsruhe an den Start. So wurden vor 33 Jahren in Barcelona Peter Nocke, Folkert Meeuw und Hans Fassnacht mit der 4 x 200 m Freistilstaffel der Männer Europameister. Hans Fassnacht stellte in früheren Jahren zwei Weltrekorde, 22 Europa- und 45 Deutsche Bestmarken auf, wurde dreimal in Folge zum Sportler des Jahres" (1969 bis 1971) gewählt. Mit 3:59,7 Minuten war er am 20. April 1969 der erste Schwimmer, der über 400 m Freistil auf der Kurzbahn unter vier Minuten blieb. In Karlsruhe zeigten sie, dass sie nichts verlernt haben !
Gudensberger SG mit zwei Aktiven am Start
Für die Gudensberger SG waren Annette Scherb und Wilfried Wackerbarth bei den Deutschen Masters Meisterschaften am Start. Insgesamt wurden von den zwei Aktiven fünf Einzelstarts an den drei Wettkampftagen absolviert. Annette Scherb hatte die Pflichtzeiten für alle drei Freistilwettbewerbe (50m, 100m und 200m) erreicht und Wilfried Wackerbarth über 50m und 100 m Brustschwimmen.
Mit neuer Bestzeit von 1:24,24 konnte Wilfried Wackerbarth über 100 m Brustschwimmen die Silbermedaille gewinnen. Ein tolles Ergebnis ! Dem Sieger Jürgen Altenhofen (1:23,75) aus Solingen musste er sich nur knapp geschlagen geben. Über 50 m Brustschwimmen verpasste er nur um einige hunderstel eine weitere Medaille.
Hier alle Platzierungen im Überblick:
Annette Scherb |
AK 25 | 20. |
50 m Freistil |
0:31,04 |
17. |
100 m Freistil |
1:07,91 |
||
13. |
200 m Freistil |
2:33,22 |
||
Wilfried Wackerbarth |
AK 55 | 4. |
50 m Brust |
0:38,27 |
2. |
100 m Brust |
1:24,24 |
|
Wilfried Wackerbarth (erster von links) konnte über 100 m Brustschwimmen bei den Deutschen Masters Meisterschaften in Karlsruhe die Silbermedaille gewinnen. |